Dosen-Zoff im Wintersport

ARD und ZDF sagen Red Bull den Kampf an

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Donnerstag, 09. Januar 2020

Quelle: picture alliance / Pressefoto Ulmer

Zoff zwischen den Öffentlich-Rechtlichen und Red Bull! Grund dafür ist die aggressive Werbung des Getränkeherstellers bei Wintersport-Veranstaltungen.

Dass sich der Konzern aus Österreich bei zahlreichen Sportveranstaltungen und Vereinen engagiert, ist bekannt. Ob im Fußball, Eishockey, Motorsport oder Wintersport – das Bullenlogo ist nahezu omnipräsent. Für ARD und ZDF geht das jetzt allerdings zu weit!

Wie die „FAZ“ berichtet, sollen sich zahlreiche TV-Zuschauer bei den Sendern über die penetrante und „aggressive“ Produkt-Platzierung beschwert haben.

Keine Dosen mehr im TV

Vornehmlich soll es dabei um Dosen gehen, die von Red Bull gesponserten Ski-Alpin-Fahrern während Interviews in die Kamera gehalten werden. Doch das haben ARD und ZDF nun verboten, wie Georg Pircher, Manager des italienischen Ski-Stars Dominik Paris gegenüber der „FAZ“ bestätigte.

„Ich kann das nicht nachvollziehen. Es besteht ein Vertrag. Das gibt eine Konfliktsituation mit dem Sponsor“, so Pircher. Sein Schützling Paris wird von Red Bull gesponsert.

Schampus statt Red Bull: Der italienische Ski-Star Dominik Paris wird künftig keine Dosen seines Sponsors mehr in die Kameras halten. (Bild: picture alliance / IPA)

Künftig wolle sich Paris aber an das Verbot halten: „Es wurde mit Red Bull entschieden, dass er die Dosen nicht mit in die Interviews nehmen muss. Er präsentiert den Hauptsponsor ja auf der Mütze, dann braucht er die Dose nicht“, gab sein Manager bekannt.

Auch deutscher Ski-Star betroffen

Ebenfalls von dem Energy-Drink-Hersteller gesponsert wird der deutsche Ski-Star Thomas Dreßen. In der „Kleinen Zeitung“ aus Österreich kritisiert er die Entscheidung von ARD und ZDF hart: „Mein Problem ist, dass ich in meinem Vertrag stehen habe, dass ich eine Dose halten muss. Für manche meiner Kollegen ist das Extra-Geld, das sie bekommen, lebenswichtig.“

Von den TV-Sendern selbst gab es bislang keine großen Statements. Auf Anfrage der „FAZ“ verwies das ZDF lediglich auf die klaren Regeln zu Werbung und Sponsoring. Die ARD äußerte sich bisher gar nicht.

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