Trauer um Motorsport-Legende Sabine Schmitz (†51)

„Königin der Nordschleife“ erleidet ihrem Krebsleiden

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Mittwoch, 17. März 2021

Quelle: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Augst / Eibner-Pressefoto

Die Motorsport-Welt trauert um Sabine Schmitz! Die ehemalige Rennfahrerin verstarb am Dienstag im Alter von 51 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.

Traurige Nachrichten aus der Welt des Motorsports. Sabine Schmitz hat den Kampf gegen ihre Krebsleiden verloren und ist am Dienstag verstorben. Ihr Rennstall „Frikadelli Racing“ gab die traurige Nachricht am Mittwochmorgen auf Twitter bekannt.

Schmitz gewann 1996, noch unter dem Namen Sabine Reck, erstmals das berüchtigte 24-Stunden-Rennen in der „Grünen Hölle“ und schrieb damit Geschichte: Nie zuvor schaffte es eine Frau bei dem Rennen zu triumphieren! Auch ein Jahr später setzte sie sich die Krone des Nürburgring-Klassikers auf, womit sie sich den Spitznamen „Königen der Nordschleife“ verdiente. Bis heute ist die gebürtige Nürburgerin die einzige Frau, die das 24-Stunden-Rennen in der Eifel gewinnen konnte.

Auch ihr Triumph in der VLN-Langstreckenmeisterschaft im Jahr 1998 ist bis heute einzigartig.

Im Anschluss machte sich Schmitz als gern gesehener Gast in verschiedenen Motorsport-TV-Formaten, darunter die bekannte englische Sendung „Top Gear“ deren Co-Moderatorin sie 2016 war, einen Namen. Moderatoren-Kollege Jeremy Clarkson reagierte geschockt auf die Nachricht von Tod der 51-Jährigen: „Schreckliche Nachrichten zu Sabine Schmitz! So ein fröhlicher Mensch und so voller Lebensfreude“, schrieb er auf Twitter.

Zudem war Schmitz auch noch lange Zeit als Fahrerin des Ring-Taxis aktiv und beförderte Touristen durch „ihre Grüne Hölle“. Laut eigener Schätzung habe sie mehr als 30.000 Runden auf der Nordschleife gedreht.

2005 gründete sie gemeinsam mit ihrem zweiten Ehemann, Hobby-Rennfahrer Klaus Abbelen, ihren eigenen Rennstall „Frikadelli Racing“ und traten immer wieder zusammen bei Renn-Veranstaltungen an. 2015 und 2016 fuhr sie beispielsweise als Gaststarterin in der Tourenwagen-WM (WTCC) auf der Nordschleife.

2017 folgte dann allerdings die Nachricht, dass Schmitz unter einem Vulvakarziom leidet, welches trotz zahlreichen Operationen und Chemotherapien nicht vollends verschwinden wollte. „Er verfolgt mich - kaum ist er weg, ist er wieder da. Ich versuche jetzt, eine Lösung zu finden. Aber es ist schwer“, sagte sie zwei Jahre nach Bekanntwerdern ihrer Krankheit gegenüber dem Portal „Motorsport-Total.com“, ohne dabei jedoch ihren typischen Humor zu verlieren: „Eifeler Unkraut, nicht wahr?“

Nach einer kurzzeitigen Rückkehr auf die Rennstrecke musste sie im vergangenen Jahr erneut eine Rennpause einlegen, in der Hoffnung den Krebs endgültig zu besiegen. Ein Kampf, den Schmitz am Ende leider velor.

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