21 Tote bei Ultramarathon

Wetter-Drama sorgt für Katastrophe in China

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Dienstag, 25. Mai 2021

Quelle: picture alliance / Xinhua News Agency | Xinhua

Bei einem Ultramarathon starben in China 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ein Wetter-Umschwung führte zu der tödlichen Tragödie. Die Veranstalter sehen sich schweren Vorwürfen ausgesetzt.

Bei einem Ultra-Marathon in China ist es am Wochenende zu einer Tragödie gekommen! Insgesamt 21 Läuferinnen und Läufer kamen ums Leben, als sie während des 100 Kilometer langen Huanghe Schilin Gebirgs-Marathons durch den Steinwald am Gelben Fluss, einer staatlich geschützten Touristenattraktion in Baiyin, in der Provinz Gansu, von einem dramatischen Wetter-Umschwung überrascht wurden.

Noch bei Sonnenschein gestartet, wurde das Wetter in dem rund 30 Kilometer vom Start entfernten gebirgsartigem und auf ca. 2.000 Meter hochgelegenem Teil der Strecke immer schlechter. Ein Sturm mit Eisregen und heftigem Hagel machte den Lauf zu einer tödlichen Tortur.

Zahlreiche der insgesamt 172 Teilnehmer verliefen sich und waren dem Sturm schutzlos ausgesetzt. Über 1.000 Helfer, darunter auch Militärkräfte suchten die ganze Nacht nach Überlebenden und Opfern. Acht Personen wurden mit starken Unterkühlungen schließlich in ein Krankenhaus gebracht. Für 21 Menschen kam allerdings jede Hilfe zu spät. Laut staatlichen Berichten sollen auch die beiden bekannten chinesische Marathon-Läufer Liang Jing und Huang Guanjun zu den Opfern gehören.

Bis zum Sonntagmorgen waren die Suchtrupps unterwegs. Alle restlichen 151 Teilnehmer wurden gefunden und in Sicherheit gebracht.

Veranstalter nimmt Schuld auf sich

Da für das Wochenende ein Temperatursturz für einen Großteil der Provinz Gansu vorhergesagt wurde, werden die Veranstalter in den sozialen Medien heftig kritisiert. Haupt-Kritikpunkt sei die mangelnde Vorbereitung auf den Wetter-Umschwung. Die Vorwürfe gehen sogar so weit, dass sich einige Nutzer fragen, ob es wirklich die Naturkatastrophe schuld gewesen sei, oder nicht doch eher menschliches Versagen.

„Als Organisatoren der Veranstaltung fühlen wir uns zutiefst schuldig und machen uns Vorwürfe“, so der Bürgermeister der Stadt Baiyin, Zhang Xuchen. „Wir sprechen den Opfern und ihren Familien unser tiefes Mitgefühl aus.“

Die Provinzregierung hat unterdessen eine Sonderkommission gegründet, um die Vorfälle zu untersuchen.

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