Freund erklärt TV-Aufreger

RTL-Experte wehrt sich gegen Sexismus-Vorwürfe

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Dienstag, 12. Oktober 2021

Quelle: picture alliance / Andreas Franke | Andreas Franke

TV-Experte Steffen Freund sorgt mit einem unbedachten Spruch während des WM-Qualifikationsspiels zwischen Nordmazedonien und Deutschland (0:4) für Aufregung im Netz. Nun äußert sich der Europameister von 1996 und erklärt seine Gedanken dazu.

In Zeiten von Social Media, in denen jedes Wort auf die Gold-Waage gelegt wird, sollte man sich ganz genau überlegen, was man von sich gibt. Das gilt insbesondere für TV-Kommentatoren, denen oftmals Millionen von Menschen zuhören. Steffen Freund, TV-Experte und Co-Kommentator für Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft bei RTL, hätte sich im WM-Quali-Spiel der DFB-Elf in Nordmazedonien wohl auch besser zweimal überlegt, wie er eine Szene kommentierte. So hätte er sich viel Ärger um seine Person ersparen können …

Während in der ersten Halbzeit die Wiederholung der Verletzung eines nordmazedonischen Spielers im TV zu sehen war, sagte Freund: „Das tut schon beim Hingucken weh! Die Frauen zuhause bitte wegschauen bei dieser Zeitlupe.“

Im Internet, insbesondere bei Twitter, entbrannte daraufhin eine rege Diskussion. Zahlreiche Nutzer warfen dem ehemaligen Nationalspieler Sexismus und veraltetes Klischee-Denken vor.

Allerdings gab es auch andere User, die die Aufregung nicht verstehen konnten und Freund verteidigten.

Freund: „Habe nur an meine Frau gedacht“

Noch in der Nacht auf Dienstag bezog der TV-Experte und Co-Kommentator selbst Stellung zu seiner Aussage: „Bei der Verletzung von Ademi hab ich einfach nur an meine Frau denken müssen, die solche Zeitlupen, wie ich auch, nur sehr schlecht ertragen kann“, so Freund gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Er hoffe, dass sich der Spieler „nicht zu schwer verletzt hat und wünsche ihm gute Besserung.“

Gegenüber der Bild-Zeitung führte er weiter aus: „Ich habe in meiner Karriere schon so viele schwere Verletzungen gehabt. Und meine Frau war oft im Stadion. Sie konnte da nicht mehr hingucken.“

Ob sexistisch oder nicht – grade Steffen Freund sollte eigentlich wissen, dass man mehr denn je, aufpassen was, was man sagt. Bereits im letzten Jahr erntete er als Experte reichlich Kritik. Damals hatte der 51-Jährige im „Doppelpass“ die afrikanische Herkunft der beiden Ex-Schalker Amine Harit und Nabil Bentaleb in Verbindung mit deren „Disziplinlosigkeit“ in Verbindung gebracht.

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