Deutsche Olympia-Bewerbung für 2036?

DOSB-Präsidentschaftskandidat will Spiele nach Berlin holen

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Mittwoch, 10. November 2021

Quelle: picture alliance / Jonas Güttler/dpa | Jonas Güttler

Finden die Olympischen Spiele im Jahr 2036 wieder auf deutschem Boden statt? Wenn es nach Thomas Weikert, Kandidat für das Präsidentenamt des DOSB, geht, definitiv ja!

„Wir müssen uns so schnell wie möglich bewerben, und zwar auch für 2036.“

Thomas Weikert will die Olympischen Spiele unbedingt wieder nach Deutschland holen. Der aktuelle Präsident des Tischtennis-Weltverbandes und mögliche neue DOSB-Präsident, gab im Interview mit „sportschau.de“ an, dass er sich klar für eine erneute Bewerbung ausspreche. „Ich weiß, dass es Diskussionen darüber gibt, ob man sich für 2036 bewerben soll vor dem Hintergrund von Berlin 1936. Aber ich bin der Meinung: ja!“

Eine Ausrichtung des größten Sport-Events der Welt in Berlin exakt 100 Jahre nach den Nazi-Spielen sei eine perfekte Möglichkeit, das Image von Deutschland weiter nach vorne zu bringen. „Das Bild der Deutschen muss man gut darstellen und genau daran arbeiten, dass wir uns gut darstellen im Ausland. Also klare Antwort: Paralympische Spiele, Olympische Spiele sollen möglichst bald nach Deutschland kommen“, so Weikert.

Alternativen für Berlin?

Laut Weikert sei Berlin allerdings nicht der einzig mögliche Austragungsort. „Das ist eine andere Frage, es gibt vielleicht auch noch andere Städte. Das ist sicherlich ein Thema, das man dann im Team besprechen muss.“

Für Berlin spricht, dass Innensenator Andreas Geisel (SPD) sich im April bereits positiv über eine mögliche gemeinsame Bewerbung von Berlin und Tel Aviv geäußert hatte.

Die letzten Olympischen Spiele auf deutschem Boden fanden 1972 in München statt. Die beiden folgenden Versuche, die Olympischen Spiele nach Deutschland zu holen, schlugen allerdings beide fehl. In diesem Jahr hatte die Initiative „Rhein Ruhr City“ mit ihrer Bewerbung für die Spiele 2032 das Nachsehen gegenüber Brisbane in Australien. 2015 scheiterte eine mögliche Bewerbung der Stadt Hamburg an einem negativen Bürgerentscheid.

Wahl des DOSB-Präsidenten Anfang Dezember

Wenn es nach Weikert geht, wird es also höchste Zeit, dass die Spiele endlich wieder in Deutschland stattfinden. Der 59-Jährige ist einer von drei Kandidaten, die am Montag von der zuständigen Findungskommission für die Nachfolge von Alfons Hörmann als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) vorgeschlagen wurde.

Am kommenden Sonntag stellen sich Weikert, sowie Claudia Bokel (Präsidentin Deutscher Fechter-Bund) und Stephan Mayer (CSU-Politiker) den Mitgliederorganisationen des DOSB vor. Die Wahl des neuen Präsidenten findet am 4. Dezember auf der Mitgliederversammlung in Weimar statt.

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