Klub benennt Stadion-Tribüne versehentlich nach Serienmörderin

Verkauf der Namensrechte sorgt für Empörung und Probleme

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Thursday, 04. August 2022

Quelle: picture alliance / empics | Steven Paston

Die Tribüne eines englischen Fünftligisten wird umbenannt. Doch der neue Name sorgt bei den Fans für Kopfschütteln. Denn es ist der einer einstigen Serienmörderin.

Hätten sich die Verantwortlichen von Southend United besser mal im Vorfeld Gedanken gemacht …

Eigentlich waren sie beim englischen Fünftligisten alle froh, die Namensrechte für die West-Tribüne des heimischen Roots Hall Stadium an den lokalen Immobilienmakler „Gilbert & Rose“ verkauft zu haben. Schließlich kam dadurch frisches Geld in die Kassen des Klubs.

Doch als der neue Name der Tribüne, die fortan „Gilbert & Rose West Stand“ heißen wird, der Öffentlichkeit präsentiert wurde, gab es einen großen Aufschrei.

Der Grund: Eine englische Serienkillerin, die zusammen mit ihrem Ehemann zwischen 1973 und 1987 mindestens zwölf junge Mädchen folterte und ermordete, heißt ebenfalls Rose West. Seit 1995 verbüßt sie ihre lebenslange Haftstrafe in einem Gefängnis.

Kaum verwunderlich also, dass der neue Name zu heftigen Protesten innerhalb der Fangemeinschaft führt.

Klub steht vor schwieriger Entscheidung

Nun könnte man die Tribüne einfach wieder umbenennen. Doch dabei gibt es ein Problem. Denn: Alle vorbereiteten Tickets und Dauerkarten müssten neu gedruckt werden. Aufgehängte Schilder und Banner müssten vom Stadiongelände entfernt und neu angebracht werden. Für den Klub wäre es ein immenser finanzieller Aufwand.

In einem Statement heißt es: „Wir sind dankbar für das Sponsoring von Gilbert & Rose für die kommende Saison und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihnen in einer Reihe von Bereichen, einschließlich Gemeinschaftsprojekten. Allerdings können wir die Fans verstehen und werden versuchen eine Lösung zu finden.“

Laut Informationen des „Guardian“ sollen noch vor dem ersten Heimspiel am Wochenende Gespräche mit dem neuen Sponsor über eine „andere Wortwahl“ geführt werden. 

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