Oscarreifes Wechseltheater

Posse um zukünftigen F1-Piloten Oscar Piastri sorgt für Spott im Netz

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Thursday, 04. August 2022

Quelle: picture alliance / ANP | Remko de Waal

Nach dem Abgang von Fernando Alonso braucht das französische F1-Team Alpine einen Nachfolger für die nächste Saison. Kein Problem, schließlich hat man ja das australische „Wunderkind“ Oscar Piastri in den eigenen Reihen. Doch so einfach ist die Sache dann doch nicht – und die Franzosen werden zum Gespött des Internets.

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!

Angefangen hat das aktuelle F1-Fahrer-Drama am 28. Juli, als der vierfache Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt gab. Nur vier Tage später schnappte sich Aston Martin Fernando Alonso vom Alpine-Team als Vettels Nachfolger.

Damit sah sich Alpine anscheinend zum Handeln gezwungen und verkündete deswegen schon einen Tag später den Aufstieg ihres Ersatzfahrers Oscar Piastri.

Das Problem: Piastri wusste von dem Wechsel überhaupt nichts!

Deswegen findet sich in der offenbar etwas überstürzten Verkündung des Alpine-Rennstalls auch kein einziges Zitat des amtierenden Formel-2-Champions zu seinem vermeintlichen F1-Debüt.

Der 21-jährige Australier will auch weiterhin nichts von einem Alpine-Cockpit wissen. Das stellte er in einem Statement bei Twitter klar, welches mit dem mehr als eindeutigen Satz „Ich werde nächstes Jahr nicht für Alpine fahren“ endete.

Gerüchten zufolge hat sich der in den Nachwuchsserien extrem erfolgreiche Piastri bereits mit McLaren auf einen Vertrag geeinigt. Alpine hat in den jungen Piloten jedoch extrem viel Geld und Zeit investiert und pocht, Stand jetzt, weiter auf das Nachwuchstalent.

Alpine steht damit nicht nur ohne Fahrer, sondern auch ziemlich blöd da! Genau das nutzt das Internet natürlich eiskalt aus.

Besonders kreativ zeigte sich F1-Fahrer Alexander Albon, der seine Verlängerung bei Williams im Wortlaut des Piastri-Statements verkündete – mit dem Unterschied, dass er die Gültigkeit des Vertrags nicht verneinte.

In diesem Stil machte sich auch der ehemalige deutsche Formel-E-Pilot Daniel Abt über das Alpine-Drama lustig. In einer Pressemitteilung eines Formel-E-Teams war ein Auto zu sehen, das die frühere Startnummer von Daniel Abt trug. Das nährte Gerüchte über ein Comeback des Deutschen, die er im „Piastri-Style“ humorvoll widerlegte.

Der englische Borussia-Dortmund-Account nutzte Piastris Wortlaut wiederum dazu, um über die amerikanische TV-Übertragung des Bundesligaspiels gegen Leverkusen aufzuklären.

Die Motorsportserie DTM und ein englischer Fußballklub machten sich über den wahrscheinlich gescheiterten Alpine-Deal lustig, indem sie ihrerseits verkündeten, dass der Australier sich stattdessen ihnen anschließt.

Den Vogel schoss jedoch ohne Zweifel Ryanair ab!

Die Fluggesellschaft schrieb zum ursprünglichen Tweet des französischen Rennstalls, dass Alpine seine Plätze wohl auch so zufällig verteilt wie Ryanair es mit den Sitzplätzen in ihren Flugzeugen macht.

Ob Piastri am Ende vielleicht mit McLaren-Pilot Daniel Ricciardo tauscht oder der Vertragspoker am Ende von Anwälten gelöst werden muss, wird sich zeigen.

Für den Rest der „Silly Season“ sollten es die F1-Fans am besten den beiden Alfa-Romeo-Piloten Valtteri Bottas und Zhou Guanyu gleichtun: entspannt zurücklehnen und Popcorn bereithalten!

Artikel Teilen

Mehr zum Thema

Das könnte Dich auch interessieren

„Digga, die Frage ist bodenlos!“

Zurzeit läuft wieder einmal die Abstimmung zum Jugendwort des Jahres. Kölns Trainer Steffen Baumgart kennt sie scheinbar alle – und muss das auf einer...

Absurde Schwalbe

In der malaysischen Liga kommt es zu einer völlig verrückten Szene. Zunächst tanzt Sunday Afolabi mitten im Spiel durch den Strafraum, bis er dabei „b...