Köln wird erster Bundesliga-Meister

Vor 55 Jahren: Geißböcke feiern den Titelgewinn

Sportnews > So geschehen Veröffentlicht am Montag, 06. Mai 2019

Quelle: picture alliance

In der Saison 1963/64 löste die neu gegründete Bundesliga die höchsten landesweiten Spielklassen, die Oberligen, ab. Am 9. Mai 1964 wurde der 1. FC Köln der allererste Bundesliga-Meister überhaupt.

Die Meisterschaft wurde in einer Doppelrunde mit 16 Mannschaften ausgespielt. Der Hamburger SV, Werder Bremen, Eintracht Braunschweig, Borussia Dortmund, der 1. FC Köln, der Meidericher SV, Preußen Münster, Schalke 04, 1860 München, der 1. FC Nürnberg, Eintracht Frankfurt, der Karlsruher SC, VfB Stuttgart, der 1. FC Kaiserslautern, der 1. FC Saarbrücken und Hertha BSC nahmen an der Premierensaison teil.

Der erste Spieltag wurde am 24. August 1963 ausgetragen, der letzte am 9. Mai 1964. Die sportliche Spannung war am letzten Spieltag schon raus. Der 1. FC Köln dominierte die Saison und der Sieg zum Meistertitel gelang den Geißböcken bereits einen Monat vor dem Saisonende: Am 28. Spieltag fegten die Kölner ihren Rivalen Borussia Dortmund mit 5:2 vom Platz und krönten damit eine Saison, in der sie seit dem fünften Spieltag ununterbrochen auf Platz eins der Tabelle standen.  

Nach einem Festzug in einem offenen Leiterwagen zum Vereinsheim, gab es dort eine große Feier mit meisterlichem Bankett für die Spieler und die Funktionäre. Und auch die Fans kamen nicht zu kurz: Auf dem Partygelände vor dem Geißbockheim stand ein Bierbrunnen, aus dem 60 Hektoliter Kölsch gratis ausgeschenkt wurden. Die Gläser, verziert mit den Autogrammen der Meisterspieler, kosteten hingegen zwei D-Mark und wurden zu einem geschichtsträchtigen Souvenir für die Anhänger.  

Wolfgang Weber, der damals als Spieler mit dabei war, sagte später einmal über die Meisteschaft: "Die Bayern sollen von mir aus noch 20 oder 30 Meistertitel holen. Aber diese besondere, diese erste Bundesliga-Meisterschaft wird für immer mit dem FC verbunden sein. Das kann uns keiner mehr nehmen!" 

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