Bundesliga-Dino scheitert an einem Tor

VfL Gummersbach steigt erstmals ab

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Montag, 10. Juni 2019

Quelle: picture alliance/Christoph Schmidt/dpa

Am Ende fehlte ein Tor. Der VfL Gummersbach ist nach einem dramatischen Finale in der Handball-Bundesliga als letztes Gründungsmitglied abgestiegen. Die Eulen aus Ludwigshafen hingegen machten das unmögliche wahr, und sichern sich nach dem wohl verrücktesten Saisonfinale aller Zeiten den Klassenerhalt.

Ein Finale, das an Dramatik wohl kaum zu überbieten war, bekamen die Handballfans in Deutschland an diesem Wochenende geboten. Im Tabellenkeller war noch vieles offen - und am Ende ist doch die vorher unrealistischste Situation eingetreten: Gummersbach und der direkte Konkurrent, die SG BBM Bietigheim, trennten sich 25:25, was hätte reichen können. Weil aber die Eulen Ludwigshafen mit 31:30 beim GWD Minden gewannen, zogen sie an Gummersbach und Bietigheim vorbei, die nun gemeinsam absteigen. Noch bitterer: Dem VfL fehlte ein einziges Tor, was nach einer langen Handballsaison die Dramatik nochmal verstärkte. 

 

 

 

Dabei hatten es die Spieler des VfL am Ende sogar noch in der eigenen Hand: Zehn Sekunden vor dem Ende des Spiels kam der zwölfmalige Meister nochmal in Ballbesitz, spielte aber keinen schnellen Angriff mehr auf das Bietigheimer Tor. Die VfL-Spieler schienen zu glauben, dass ihnen das Unentschieden für den Klassenverbleib reicht, da es auch in Ludwigshafen zur selben Zeit unentschieden stand. 28 Sekunden waren in der dortigen Ebert-Halle noch zu spielen, da erlöste Jonathan Scholz die Mitspieler und Fans mit seinem Tor, das gleichzeitig den Endstand und den Klassenerhalt bedeutete. 

 

Unbändiger Jubel bei den Spielern der Eulen Ludwigshafen nach dem Klassenerhalt (Foto: picture alliance). 

 

Des einen Freud, des anderen Leid: Am Ende muss der VfL, der seit 1966 ununterbrochen in der Bundesliga spielte, den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Gummersbach hatte als letztes verbliebenes Gründungsmitglied zuvor immer in der höchsten deutschen Klasse gespielt. Vom einst erfolgreichsten Handballverein der Welt mit zwölf deutschen Meisterschaften, fünf Pokalsiegen und elf Europacup-Triumphen, ging es in den vergangenen Jahren in einen Abwärtsstrudel, der nun in dem Abstieg gipfelt.

Um seine wirtschaftliche Existenz hingegen muss der Verein aus dem Oberbergischen aber nicht bangen, die Lizenzbedingungen für die 2. Liga sind erfüllt worden. 

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